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Singapur Changi: Ein Blick in den besten Flughafen der Welt

Transportation, Vehicle, Human

Kreisförmig stürzt ein Wasserfall aus einer Deckenöffnung in die Tiefe. Menschen durchqueren auf gewundenen Pfaden, die sich über verschiedene Ebenen erstrecken, einen üppigen Wald. Dessen Bäume sind in Licht getaucht, dass immer wieder die Farbe wechselt, wenn Menschen in der Nähe vorbeikommen. Zwischen üppigen Palmen, Feigenbäumen, Orchideen und Anthurien gleitet ein Roboter über den Boden, um den Verkehr zu regeln. Diese Szene stammt nicht aus einem Science-Fiction-Film, sondern ist in Singapurs Flughafen Changi regelmäßig zu beobachten. Es ist nicht überraschend, dass dieses Luftfahrt-Drehkreuz in der 20-jährigen Geschichte der World Airport Awards zehn Mal zum besten Flughafen gekürt wurde.

Mit seiner donatförmigen Fassade aus Stahl und Glas ist dieser futuristisch anmutende Flughafen ein Meisterwerk des altgedienten Architekten Moshe Safdie. Und er ist nicht nur ein Luftfahrt-Drehkreuz, sondern darüber hinaus ein Lifestyle Center und ein wahrlich faszinierender Touristenmagnet.

Einige der Sehenswürdigkeiten machen dieses Wunderwerk moderner Technik und Architektur wahrhaft außergewöhnlich. Glaubt man einem Bericht der New York Times, reichen ein paar Stunden Aufenthalt nicht aus, um alles zu erkunden.

Höchster Indoor-Wasserfall der Welt

Der so genannte Rain Vortex (Regenstrudel) im neuen Gebäudekomplex „Juwel“ ist der höchste überdachte Wasserfall der Welt. 500.000 Liter Regenwasser werden durch das Dach des Flughafens gepumpt, um anschließend vierzig Meter in die Tiefe zu rauschen. Umgeben von einem Spazierweg und einem üppigen Indoor-Wald zog allein der Regenstrudel bereits Tausende von Besuchern, die überhaupt keine Flugreise gebucht hatten, in den Flughafen.

Der Wasserfall dient auch als Bühne für schillernde Licht- und Tonshows. Saisonale Überraschungen wie Weihnachts- oder Disney-Aufführungen erfreuen die jüngeren Passagiere.

Fünfstöckiger Seilspielplatz

Viele innovative Flughäfen verfügen über einen Bereich, der der Unterhaltung der jungen Passagiere dient. Das „Jewel“ übertrumpft dieses Angebot mit seinem zusätzlichen Spielplatz für Erwachsene.

Der Chandelier (Kronleuchter) ist ein fünfstöckiger Seilspielplatz, der von der Form her der Doppelhelix von DNA-Strängen ähnelt. Bis zu fünfzig Personen können hier gleichzeitig die Netze und Feuerwehrstangen erklettern. Rund um die Uhr geöffnet, dient der Chandelier in Doppelfunktion auch als modernistische Kunstinstallation.

Farbenfrohe Peranakan-Architektur

Eklektisch und kühn, mit südostasiatischer Interpretation des Barock, spiegelt die Peranakan-Architektur Singapurs das kosmopolitische Erbe der Nation wider. Die farbenfrohen Fassaden beherbergen oftmals traditionelle Geschäftshäuser und gehören mit zu den beliebtesten Touristenattraktionen Singapurs.

Die Besucher des „Juwels“ müssen den Flughafen nicht verlassen, um eine neu gebaute Version dieser komplexen Fassaden sehen zu können, denn der Flughafen verfügt über eine Einkaufsstraße mit Peranakan-Geschäften. Mittels kurzer Theatervorstellungen wird den Besuchern dieses Bereichs ein Einblick in das Leben und Lieben des Singapur der 1930er Jahre vermittelt.

Automatisierter Zugang & Self-Boarding

Bei diesem Flughafen sind nicht nur die Architektur und die Einrichtungen futuristisch. Auch das Reiseerlebnis selbst hat etwas von einem Science Fiction Szenario.

Lange Warteschlangen beim Boarding, beim Umsteigen und bei der Einreise sind für Passagiere oft der frustrierendste Teil einer Flugreise. Durch Hightech Automatiktüren sowie Zutrittskontrollen konnten jedoch Warteschlangen weitgehend aus dem Flughafen Changi verbannt werden, so dass der oftmals anstrengendste Teil einer Flugreise, sprich das lange Anstehen in einer Schlange, nun wesentlich entspannter gestaltet werden kann oder sogar ganz der Vergangenheit angehört.

Manchem Reisenden mag der Abschied von diesem beeindruckenden Flughafen schwerfallen, da er hier gerne noch so vieles erkunden und erleben würde. Rein physisch betrachtet ist das Verlassen dieses Luftfahrt-Drehkreuzes hingegen denkbar einfach: Passagiere können ihre Pässe scannen, die Kontrolle per Gesichtserkennung passieren und mittels Fingerabdruck biometrische Informationen hinterlassen, um zu ihren Gates zu gelangen.

dormakaba Redaktionsteam

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